LED-Lampe
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Bei den technischen Gebäudebegehungen im Projekt ener:kita kommt so manch unerwartetes Einsparpotenzial ans Licht. Gerade beim Thema Heizung und beim Lampenaustausch von Leuchtstoffröhren auf LED können Kindertagesstätten eine Menge Energie und CO₂ einsparen. Dazu haben wir Kita-Träger zusammen mit unserer Tochtergesellschaft beks EnergieEffizienz in zwei Online-Fortbildungen informiert. Im Anschluss an die technischen Erläuterungen haben wir gemeinsam mit den Teilnehmenden eine Strategie erarbeitet, um die Themen in unser Klimaschutz-Projekt ener:kita zu intergieren und um zu schauen, wie Kindertagesstätten darüber hinaus bei der Modernisierung unterstützt werden können. Mit dabei waren Vertreter*innen von KiTa Bremen, Immobilien Bremen, Seestadt Immobilien, der Hans-Wendt-Stiftung, der Bremischen evangelischen Kirche, der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau und der Senatorin für Kinder und Bildung.

Vorhandene Technik richtig einstellen und erneuern

Die kurzen technischen Einführungen zu den Themen Heizung und Lampenaustausch haben neben dem Einsparpotenzial und den Fördermöglichkeiten verdeutlicht, welche Parameter in Kitas genauer energetisch untersucht werden sollten. So können Gebäudemanager*innen mit der Überprüfung der Kondensatmenge und der richtigen Einstellungen am Brennwertkessel bereits Energie in Kitas einsparen, ohne die Heizungsanlage austauschen zu müssen. Auch beim Umgang mit den noch vorhandenen T8-Leuchtstoffröhren, die per EU-Verordnung Öko-Design nur noch bis 2023 verkauft werden dürfen, müssen Kitas nicht gleich die komplette Lichtanlage austauschen. Wenn nicht ohnehin schon eine Deckensanierung ansteht, lohnt sich bei älteren T8-Leuchten eine Umstellung auf Retrofit, die sich diese im Schnitt schon nach etwa zwei Jahren amortisiert.

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Brennwert-Check für Kitas mit alten Heizungsanlagen

Im Nachgang zu den Veranstaltungen überprüft nun das jeweilige Gebäudemanagement die Heizungsanlagen in den rund 100 Kitagebäuden und erstellt eine Rangfolge, nach der die Kindertagesstätten einen Brennwert-Check erhalten sollen. Dabei handelt es sich um eine professionelle Untersuchung der Heizungsanlage durch einen Fachbetrieb, der Empfehlungen zur effizienten Einstellung oder Anschaffung einer neuen Heizung gibt. Im Rahmen des Projektes ener:kita kann ein Brennwert-Check direkt im Zuge von Nachbegehungen und neuen Gebäudebegehungen berücksichtigt werden.

Aufgrund des hohen Bedarfes – auch über die Kindertagesstätten hinaus – sind diese Umrüstungen eine Herausforderung für das Management von öffentlichen Gebäuden im Allgemeinen. Diese sollten jedoch im Hinblick auf das finanzielle Einsparpotenzial, die Gesetzgebung und die Klimaziele jetzt in großem Umfang angepackt werden.