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Klimafreundliche Mobilität ist im Kita-Umfeld ein nicht ganz leichtes Thema. Eltern und Kolleg*innen müssen überzeugt, Gewohnheiten möglicherweise umgestellt und Vorurteile genommen werden. Aus diesem Grund haben wir am 22. September eine erste trägerübergreifende Outdoor-Veranstaltung für pädagogische Fachkräfte auf dem Lehrgelände von Arbeit und Ökologie in Bremen-Huchting durchgeführt mit dem Ziel, Argumente an die zu Hand geben und kreative Lösungen zu finden, die alle Bedürfnisse mit einbeziehen und am Ende überzeugen, das Auto vielleicht doch besser stehen zu lassen. statt. Ein weiterer Workshop wird voraussichtlich im Frühjahr 2022 stattfinden.

In einer Mischung aus Theorie und Praxis haben wir zusammen mit unserer Tochtergesellschaft beks EnergieEffizienz und dem ADFC Bremen Hintergründe zur Rolle von Mobilität im Klimawandel gegeben und gemeinsam mit den Teilnehmenden aus unterschiedlichen Kitas in Bremen und Bremerhaven E-Bikes und Lastenräder getestet, Schlüsselanhänger aus kaputten Fahrradschläuchen gebastelt und Fahrradspiele kennengelernt. Unter Einbezug verschiedener Bildungsbereiche wie Sprache, Philosophie und Naturwissenschaft wurden in kleinen Gruppen eigene Aktionen zum Thema Mobilität entwickelt und ausgetauscht, um sich dem Thema spielerisch zu nähern und dieses kindgerecht zu vermitteln.

Eltern für klimafreundliche Mobilität begeistern

Neben der Aufbereitung von Fahrradthemen für Kinder haben wir Ideen vermittelt, wie durch Aktionswochen, Fragebögen und Fördermöglichkeiten für Lastenräder auch unter den Eltern mehr Bewusstsein für das Thema geschaffen werden kann. Denn viele Zufahrten und Straßen sind morgens durch PKW auf dem Weg zur Kita überfüllt. Sicherheitsbedürfnis und Besorgnis der Eltern widersprechen sich dabei häufig. Sie möchten ihre Kinder vor den Gefahren des Verkehrs schützen, indem sie selbst das Transportmittel Auto wählen und damit das Verkehrsaufkommen erhöhen. Dabei sprechen so viele Gründe dafür, Kinder nicht mit dem Auto zur Kita zu fahren: intensiveres Erleben des Umfeldes, mehr Bewegung, frühkindliche Prägung, Verantwortung für die Umwelt, mehr Selbstbestimmung, und letztendlich auch mehr Sicherheit.

Weitere Informationen zum Projekt ener:kita und Möglichkeiten zur Teilnahme an weiteren Seminaren finden Interessierte unter: enerkita.de