BAFA - Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (EEW), Modul 1 bis 4
Fördergegenstand
Alternativ zum Förderdarlehen mit Tilgungszuschuss Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft, KfW-Programm 295
Förderung von Konzepten und Maßnahmen zur Energieeinsparung und Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen in Modulen:
Modul 1: Querschnittstechnologien
Hocheffiziente elektrische Motoren und Antriebe einschließlich Frequenzumrichter
Hocheffiziente elektrisch angetriebene Pumpen (einschließlich Frequenzumrichter) zum Transport von Flüssigkeiten
Ventilatoren
Hocheffiziente Ventilatoren einschließlich Frequenzumrichter
Hocheffiziente Drucklufterzeuger sowie deren übergeordnete Steuerung
Wärmeübertrager, die zu Erschließung der Abwärme von Bestandsanlagen oder zur Wärmerückgewinnung an Bestandsanlagen eingesetzt werden. Die erschlossene Abwärme muss innerbetrieblich genutzt werden.
Frequenzumrichter zur Nachrüstung von bereits im Unternehmen vorhandenen Elektromotoren, Antrieben, Pumpen und Ventilatoren.
Thermische Isolierung/Wärmedämmung für Bestandsanlagen
Modul 2: Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien
Solarkollektoranlagen zur direkten Gewinnung von Wärme aus Sonnenstrahlung
Wärmepumpen, die die nutzbar zu machende Wärme erneuerbaren aerothermischen, geothermischen, hydrothermischen oder solaren Energiequellen entziehen und ausschließlich mit „erneuerbarem Strom“ betrieben werden.
Anlagen zur Erschließung und Nutzbarmachung von oberflächennaher und tiefer Geothermie,
Anlagen zur Verfeuerung von fester Biomasse,
Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen zur Erzeugung/Bereitstellung von Wärme und elektrischer Energie (KWK-Anlagen) durch Nutzung von fester pflanzlicher Biomasse, Sonnenstrahlung oder Geothermie.
Modul 3: Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Sensorik und Energiemanagementsoftware
-Erwerb einer Lizenz zur Nutzung einer Energiemanagement-Software oder Softwarelösung
Erwerb, Installation und Inbetriebnahme von
Sensoren zur Integration in ein Energie- oder Umweltmanagementsystem bzw. alternatives System.
Analog-Digital-Wandlern.
Aktoren zur effizienten Steuerung/Regelung von Energieströmen
Datenloggern sowie Gateways zur Übertragung von Sensordaten zur Softwarelösung, deren Einsatz zur quantifizierbaren Reduktion des Energieverbrauchs führen soll
Die Einweisung bzw. die Schulung des Personals durch Dritte im Umgang mit der geförderten Softwarelösung
Sofern es sich bei der Energiemanagement-Software um einen Cloud-Dienst handelt: Die vollständigen externen Kosten zur Nutzung
Modul 4 (Basisförderung): Energie- und ressourcenbezogene Optimierung von Anlagen und Prozessen
Nachweis der Einsparung von 15% der Endenergie
Elektrisch betriebene Flurförderfahrzeuge
Servo-elektrisch betriebene Spritzgießmaschinen
Komponenten zur Optimierung von Biogasanlagen
Lackierkabinen
Wasserstrahlschneidanlagen
Laserschneider
Freistehende Filtertürme zur dezentralen Prozessluftaufbereitung
Elektrisch betriebene Backöfen für Lebensmittel
Werkzeugmaschinen
Pelletpressen, Brikettierpressen
Geschirrspülmaschinen
Kinoprojektoren
Handgeführte elektrische Schweißgeräte
Kühlmöbel für Lebensmittel
Solarien
Modul 4 (Premiumförderung und Dekarbonisierungsbonus): Energie- und ressourcenbezogene Optimierung von Anlagen und Prozessen
Prozess- und Verfahrensumstellungen
Maßnahmen zur Nutzung von Prozesswärme
Maßnahmen zur Steigerung der Energie- und/oder Ressourceneffizienz von Anlagen zur Wärmeversorgung, Kühlung und Belüftung
Maßnahmen zur energie- und/oder ressourceneffizienten Bereitstellung von Prozesswärme oder -kälte
Maßnahmen zur Vermeidung von Energie- und /oder Ressourcenverlusten im Produktionsprozess
Maßnahmen, die dazu führen, dass statt eines fossilen Energieträgers eine erneuerbarer Energieträger eingesetzt wird.
Maßnahmen zur Elektrifizierung von Prozessen
Die Erstellung eines Einsparkonzeptes ist erforderlich.
Das Einsparkonzept kann unternehmensintern durchgeführt werden - sofern das Unternehmen DIN ISO 50001/ EMAS zertifiziert ist. Unternehmensexterne Energieberater müssen für die "Bundesförderung der Energieberatung für Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme: Modul 1" zugelassen sein.
Förderkonditionen
Technische Anforderungen gemäß der Richtlinie Querschnittstechnologien
Antragstellung vor Vorhabensbeginn
Förderzuschuss nach „De-minimis“ und AGVO: Endenergie-Einsparung 25%-35%:
Zuschusshöhe:
Modul 1: bis 25% der förderfähigen Kosten (KU), 20% der förderfähigen Kosten (MU), maximaler Zuschuss 200.000 Euro
Modul 2: bis 60% der förderfähigen Kosten (KU), 50% der förderfähigen Kosten (MU) bzw. 40% (andere Unternehmen) maximaler Zuschuss max. 20 Mio. EURO
Modul 3: bis 45% der förderfähigen Kosten (KU), 35% der förderfähigen Kosten (MU) bzw. 25% (andere Unternehmen) maximaler Zuschuss max. 20 Mio. Euro
Modul 4 (Basisförderung): 15% der förderfähigen Kosten (KU) , 10% der förderfähigen Kosten (MU) maximaler Zuschuss 20 Mio. Euro
Modul 4 (Premiumförderung und Dekarbonisierungsbonus): bis 45% der förderfähigen Kosten (KU) , 35% der förderfähigen Kosten (MU) bzw. 25% (andere Unternehmen)
zusätzlich Dekarbonisierungsbonus für ausgewählte Maßnahmen:10% der förderfähigen Kosten
maximaler Zuschuss 20 Mio. Euro
BAFA
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Referat 513 – Energieeffizienz in der Wirtschaft
Frankfurter Str. 29 - 35
65760 Eschborn
Tel.: 06196 908-1883
Montag & Mittwoch:
13:00 Uhr - 15:00 Uhr
Dienstag, Donnerstag & Freitag:
9:00 Uhr - 11:00 Uhr