Menschen sitzen an Tischen und arbeiten in Kleingruppen
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Klimaschutz im Arbeitsalltag – Was gibt es für Möglichkeiten, wie setzen wir sie um? Das ist Thema eines neuen Workshopformates, das energiekonsens in der Kunsthalle Bremen durchgeführt hat. Ziel ist, Mitarbeitende in das Thema Klimaschutz mit einzubinden und ihnen für den Berufs- und Privatalltag leicht umsetzbare Ideen an die Hand zu geben.

Über 40 Mitarbeitende aus den unterschiedlichen Abteilungen der Kunsthalle Bremen nahmen an zwei Workshops teil und entwickelten jeweils während eines 4-stündigen Workshops sehr konkrete Ideen zu noch mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit in ihrem Haus.

„Noch mehr“ muss in diesem Fall gesagt werden, da bei der Bestandsaufnahme zu Beginn des Workshops deutlich wurde, dass die Kunsthalle schon einige Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt hat. Maßnahmen wie das Heizen mit einer Wärmepumpe, der Betrieb einer Photovoltaikanlage, die weitestgehende Nutzung von LED-Leuchtmitteln, die Wiederverwendung von Verpackungsmaterial, die Einrichtung von Fahrrad- statt PKW-Parkplätze und Car-Sharing wurden bereits umgesetzt. Für den Museums-Shop stellen die Mitarbeitenden Tüten aus alten Plakaten her und vor einiger Zeit hat sich auch eine Klimaschutz-AG gegründet.

Der Kunsthalle ist es ein Anliegen, ihre Mitarbeitenden für die Identifizierung von weiteren Ansatzpunkten für Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsmaßnahmen einzubeziehen. Der Impulsvortrag von Hille Heumann-Klemm, Bereichsleitung Institutionen und Kommunales bei energiekonsens, führte mittels wissenschaftlicher Fakten und eindrücklichen Bildern in das Thema Klimaschutz und Klimakrise ein. Es wurde deutlich, dass durch gezielte Klimaschutzmaßnahmen wirksam dazu beigetragen werden kann, die Folgen der Klimakrise abzuschwächen – und dass jetzt der richtige Zeitpunkt zum Handeln ist.

„Beim Thema Klimaschutz sind wir alle gefragt“, so Hille Heumann-Klemm. „Auch am Arbeitsplatz haben Mitarbeiter*innen die Möglichkeit Klimaschutz umzusetzen und damit einen wichtigen Beitrag zu leisten und Veränderungen anzustoßen.“

Der Schwerpunkt des Workshops lag auf dem Blick in die Zukunft: Was kann die Kunsthalle Bremen tun, um noch mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu erreichen? In Kleingruppen erarbeiteten die Mitarbeitenden eine Vielfalt von neuen Ideen: Von optimierter Koordination bei Kurierreisen, über die Verwendung ökologischer Wandfarbe in den Ausstellungsräumen, der Einrichtung einer neuen Rubrik „Kunsthalle Bremen nachhaltig“ auf der Homepage bis hin zu Sensibilisierungsgesprächen mit Künstler*innen über die Verwendung von nachhaltigen Materialien. Im Anschluss wurden die Maßnahmen priorisiert und gemeinsam überlegt, wie die Ideen in konkrete Umsetzungsmaßnahmen überführt werden können.

Zum Abschluss des Workshops folgte ein Input von energiekonsens-Prokurist Bernd Langer über Mythen und Wahrheiten im Bereich Klimaschutz und Energiesparen. Anschließend wurde noch die Methode „Green Nudging“ vorgestellt, die klimafreundliches Verhalten von Menschen anstößt und etablieren kann - ganz ohne Apelle, finanzielle Anreize oder Verbote.

„Die gelungene Mischung aus Wissens-Input und kreativer Team-Arbeit hat uns viele neue Ideen gebracht, die uns in der Menge selbst überrascht haben. Das wird nachwirken – in der Kunsthalle und auch für jede*n privat. Ich bin mir sicher, dass wir einiges davon umsetzen werden“, so Berit Krumbein, Mitglied der AG Klimaschutz.

Hille Heumann-Klemm sagt abschließend: „Wer seine Mitarbeitenden in das Thema Klimaschutz einbezieht, erhält nicht nur viele Ideen, sondern auch die Bereitschaft, sich einzubringen und Maßnahmen im eigenen Einflussbereich umzusetzen. Das hat das Team der Kunsthalle Bremen eindrucksvoll bewiesen.“