Zum Inhalt springen

Projekt KWP-Boost auf der 4. Konferenz der Norddeutschen Wärmeforschung

Zwei Personen betrachten eine Stellwand mit einem Plakat, das das Projekt KWP-Boost vorstellt.

Timmy Schwarz (Hochschule Bremen, links) und Christof Mühe (energiekonsens) stellten auf der 4. Konferenz der Norddeutschen Wärmeforschung das Projekt "KWP-Boost".

Technische Machbarkeit reicht für eine erfolgreiche Wärmewende im Quartier nicht aus, wenn die Menschen vor Ort nicht einbezogen werden. Wie das gelingt, untersucht das Forschungsprojekt KWP-Boost von energiekonsens, der Hochschule Bremen, ECOLOG und adelphi research. Erste Zwischenerkenntnisse wurden jetzt auf der 4. Konferenz der Norddeutschen Wärmeforschung in Flensburg vorgestellt.

Bremen ist vielfältig, und die Stadtteile unterscheiden sich bisweilen stark in der Wohnsituation und den Lebensrealitäten der Anwohnenden. Heizlösungen, die für ein Quartier passen, können in einem anderen an den Bedürfnissen vorbeigehen. Damit das nicht passiert, untersucht das Projekt KWP-Boost, welche technischen Lösungen für die Wärmeversorgung geeignet sind und wie sich diese gemeinsam mit den Bewohnenden umsetzen lassen.

„Es geht nicht nur darum, den Wärmebedarf zu ermitteln, sondern auch um die Unterschiede in der sozialen Lage und der Grundorientierung“, so Timmy Schwarz von der Hochschule Bremen. „Wir haben mittlerweile erste Erkenntnisse gesammelt und entwickeln auf deren Basis passende Angebote für die Menschen in den Quartieren.“

Christof Mühe, Projektmanager bei energiekonsens, skizziert das weitere Vorgehen: „Wie sich die Menschen vor Ort für eine klimafreundliche Wärmeversorgung gewinnen und in die Umsetzung einbeziehen lassen, zeigt der weitere Projektverlauf. Dafür planen wir unterschiedliche Aktivitäten in Vegesack und der Bremer Neustadt."

Ein Plakat auf einer Stellwand bei der 4. Konferenz zu Norddeutschen Wärmeforschung erläutert das Projekt KWP-Boost.
Eine Hand hält eine Broschüre mit der Beschriftung
medien-7
1/3

Christof Mühe, Projektmanager bei energiekonsens, skizziert das weitere Vorgehen: „Wie sich die Menschen vor Ort für eine klimafreundliche Wärmeversorgung gewinnen und in die Umsetzung einbeziehen lassen, zeigt der Projektverlauf. Dafür planen wir unterschiedliche Aktivitäten in Vegesack und der Bremer Neustadt."

Die 4. Konferenz der Norddeutschen Wärmeforschung an der Hochschule Flensburg diskutierten Akteur*innen aus Forschung und Praxis Lösungen für die Wärmewende. In 61 Beiträgen ging es unter anderem um Wärmenetze, Gebäude und Quartiere, die kommunale Umsetzung der Wärmewende sowie neue Technologien. „Der Austausch mit anderen Projekten ist für uns besonders wertvoll. Wir können unsere ersten Erkenntnisse vorstellen, von Erfahrungen aus anderen Regionen lernen und Impulse für unsere Arbeit mitnehmen“, sagt Mühe.

Über der Projekt
Das Forschungsprojekt "KWP-Boost – Bürgerschaftliche Mitwirkung als Schlüssel zur Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung" wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) im Rahmen des 8. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung über den Förderaufruf „Vom Plan zur Wende“ über 2 Jahre gefördert. Projektpartner sind die gemeinnützige Klimaschutzagentur energiekonsens, die Hochschule Bremen, adelphi research aus Berlin und das ECOLOG-Institut aus Lüneburg.