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Klimaschutz in sozialen Einrichtungen: Refugio e.V. zeigt, wie es gelingen kann

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Wie Klimaschutz vom Papier in den Arbeitsalltag findet und aus Empfehlungen konkrete Veränderungen werden, zeigt Refugio e. V. mit Unterstützung der gemeinnützigen Klimaschutzagentur energiekonsens: Das Beratungs- und Behandlungszentrum für Geflüchtete hat bereits mehrere Empfehlungen aus einer durch den Bremer Klimafonds und energiekonsens geförderten Energieanalyse umgesetzt. Nun setzt sie auf die aktive Beteiligung ihrer Mitarbeitenden, um den Klimaschutz in der Organisation weiter voranzubringen.

Seit der Vorstellung der Energieanalyse im Juni 2026 hat die Stiftung Refugio, die das Gebäude verantwortet, mit Unterstützung des Klimafonds bereits mehrere Empfehlungen umgesetzt. Die Geschossdecke wurde gedämmt und der Austausch weiterer Fenster ist geplant. Erst kürzlich ging außerdem eine Balkonsolaranlage in Betrieb, die einen Teil des Strombedarfs durch erneuerbare Energien deckt. Schon vorher bezog der Verein Refugio als Mieter*in Ökostrom und hatte bereits große Teile seiner Beleuchtung auf LED-Technik umgestellt.

„Die Energieanalyse hat uns konkrete Ansatzpunkte aufgezeigt. Dass wir zeitnah Maßnahmen umsetzen konnten, zeigt, dass Klimaschutz auch für soziale Einrichtungen machbar ist. Gleichzeitig haben wir erlebt, wie wertvoll die Ideen und das Engagement unserer Mitarbeitenden für die weitere Entwicklung sind“, sagt Marc Millies, Mitglied des Leitungsteams von Refugio e. V.

Mitarbeitende als Schlüssel für dauerhaften Klimaschutz

Im nächsten Schritt rückte deshalb die Beteiligung der Beschäftigten in den Fokus. In einem Workshop erarbeiteten die Mitarbeitenden des Vereins gemeinsam zu den Themen nachhaltige Beschaffung, digitales Arbeiten und Stromverbrauch sowie Heizen, Lüften und Raumklima. Ziel war es, weitere Einsparmaßnahmen zu identifizieren und konkrete Maßnahmen für den Arbeitsalltag zu entwickeln.

„Refugio zeigt beispielhaft, dass wirksamer Klimaschutz nicht allein durch technische Maßnahmen entsteht. Nachhaltige Veränderungen gelingen besonders dann, wenn Mitarbeitende aktiv eingebunden werden und Klimaschutz Teil der Organisationskultur wird“, sagt Hille Heumann-Klemm, Ansprechpartnerin für Institutionen bei energiekonsens. „Gerade soziale Einrichtungen können von diesem Ansatz profitieren, weil er praktische Lösungen mit langfristiger Wirkung verbindet.“

Klimaschutz als Frage der gesellschaftlichen Verantwortung

Für Refugio ist Klimaschutz nicht zuletzt eine Frage gesellschaftlicher Verantwortung – auch aus globaler Perspektive. Weltweit können die Folgen des Klimawandels bestehende Krisen verschärfen und zur Vertreibung von Menschen beitragen. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen UNHCR weist darauf hin, dass Dürren, Überschwemmungen und andere Extremwetterereignisse Lebensgrundlagen gefährden und bestehende Fluchtursachen verstärken können.

Entsprechend engagiert sich Refugio bereits seit mehreren Jahren für mehr Nachhaltigkeit. Mit dem Engagement der Mitarbeitenden, den organisatorischen Maßnahmen des Vereins und den baulichen Investitionen der Stiftung zeigt Refugio, wie Klimaschutz in sozialen Einrichtungen praxisnah umgesetzt und langfristig verankert werden kann.

Über Refugio e. V.:

Refugio e. V. unterstützt Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrungen in Bremen und Bremerhaven mit psychotherapeutischen, psychosozialen und beraterischen Angeboten. Ziel ist es, Menschen nach belastenden Erfahrungen zu stabilisieren, Teilhabe zu ermöglichen und ihre Lebensperspektiven zu stärken.