Berlin/Bremen, 27.03.2026 - Unter dem Titel „Bürgerschaftliche Nahwärme und die kommunale Wärmewende. Stimmt der Rahmen?“ laden die Hochschule Bremen und die Bremer Klimaschutzagentur energiekonsens für Dienstag, 28. April 2026, zu einer Fachveranstaltung in die Bremer Landesvertretung in Berlin ein. Die Veranstaltung findet hybrid statt und kann sowohl vor Ort als auch online verfolgt werden. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Plätze vor Ort sind begrenzt.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt „Urbane Anergienetze als Instrument der Wärmewende“ das von der Fakultät 3 – Gesellschaftswissenschaften der HSB gemeinsam mit der Bremer Klimaschutzagentur energiekonsens durchgeführt wird. Es untersucht die Potenziale kalter Nahwärmelösungen in urbanen Quartieren und wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.
Lokale Wertschöpfung fördern, Beteiligung stärken, Kommunen unterstützen
„Anergienetze, die beispielsweise Erdwärme nutzbar machen, und andere Formen von Nahwärmenetzen sind ein vielversprechender Baustein für Bereiche, die mit klassischen Versorgungslösungen nur schwer zu erschließen sind“, sagt Projektleiter Prof. Dr. Winfried Osthorst. „Bürgerschaftlich und genossenschaftlich getragene Modelle können darüber hinaus lokale Wertschöpfung fördern und Beteiligung sowie Akzeptanz stärken.“
Neben den Projektergebnissen werden während der Veranstaltung zwei Perspektiven vertieft diskutiert. Im Fokus stehen die kommunale Wärmeplanung als Rahmen lokaler Transformation und die Frage, wie stimmig die Leitplanken aus GEG, WPG und Förderinstrumenten im Zusammenspiel wirken. Ziel ist es, Umsetzungshürden sichtbar zu machen und Ansatzpunkte zu identifizieren, die Kommunen und Initiativen bei der Realisierung konkreter Projekte unterstützen.
„Für viele Kommunen stellt sich dabei nicht nur die Frage nach einem geeigneten planerischen Rahmen, sondern auch nach praxistauglichen Wegen der Umsetzung. Die Veranstaltung greift diese Perspektive auf und diskutiert, wie die Wärmewende vor Ort wirksam gestaltet werden kann, die über die Erstellung von Wärmeplänen hinausgehen“, erklärt Henrik Unrath, Projektmanager bei energiekonsens.
Fachbeiträge und Kommentare
Zu den Mitwirkenden zählen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis. Robert Riechel vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) spricht über Erfahrungen mit der kommunalen Wärmeplanung als Rahmen für die Gestaltung der lokalen Transformation. Dr. Veit Bürger vom Öko-Institut e. V. ordnet in seinem Beitrag „Stimmt der Rahmen? Eine kritische Betrachtung der Gestaltung der Wärmewende“ den regulatorischen Rahmen ein und beleuchtet Weiterentwicklungsbedarfe.
Jonas von Obernitz vom Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband (DGRV) ordnet die Projektergebnisse mit Blick auf die Rolle von Genossenschaften in der Wärmewende ein. Philipp Metz von ErdwärmeDich Anergienetze e. G. ergänzt die Diskussion aus der Umsetzungsperspektive und zeigt auf, welche Voraussetzungen es braucht, damit aus Konzepten konkrete Projekte werden.
Die Veranstaltung auf einen Blick
Titel: Bürgerschaftliche Nahwärme und die kommunale Wärmewende. Stimmt der Rahmen?
Datum: Dienstag, 28. April 2026
Uhrzeit: 09:30 bis 15:00 Uhr
Ort: Bremer Landesvertretung in Berlin
Format: Hybrid, Teilnahme vor Ort und online möglich
Teilnahme: kostenfrei, Plätze vor Ort begrenzt
Kontakt:
Christian Rinner, christian.rinner@hs-bremen.de
Frida Kopka, kopka@energiekonsens.de