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Blocklander Landwirte nehmen Kurs auf Klimaneutralität

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Das Blockland hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Als erster Bremer Stadtteil will die Region klimaneutral werden. Eine wichtige Rolle spielen dabei die landwirtschaftlichen Betriebe vor Ort – denn sie prägen nicht nur die Landschaft, sondern verfügen auch über großes Potenzial beim Energieeinsparen und beim Einsatz erneuerbarer Energien. Genau hier setzt der neue Energieeffizienztisch Blockland an, dessen Auftakt am 21. Mai im Dorfgemeinschaftshaus stattfand.

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Im Mittelpunkt steht der Austausch

Im Mittelpunkt des Netzwerks steht der Austausch zwischen den Betrieben. Denn viele Landwirtinnen und Landwirte beschäftigen ähnliche Fragen: Wie lassen sich Energieverbräuche senken? Welche Technik lohnt sich wirtschaftlich? Welche Fördermöglichkeiten gibt es? Und wie können Maßnahmen umgesetzt werden, ohne den laufenden Betrieb zusätzlich zu belasten?

Der Energieeffizienztisch soll dafür einen praxisnahen Rahmen schaffen. Die teilnehmenden Betriebe treffen sich regelmäßig, tauschen Erfahrungen aus und erhalten fachliche Unterstützung für konkrete Schritte Richtung Klimaschutz und Energieeffizienz.

„Gerade in der Landwirtschaft fehlt oft die Zeit, sich intensiv mit Förderprogrammen oder technischen Möglichkeiten auseinanderzusetzen“, sagt Projektleiter Bernd Langer. „Deshalb ist es wichtig, die Betriebe ganz konkret zu unterstützen und gleichzeitig einen Raum für Austausch zu schaffen. Viele Erfahrungen aus der Praxis helfen anderen direkt weiter.“

Energietechnische Begleitung mit Sachverstand

Begleitet wird das Netzwerk von Energieberater Arndt Strate, der besonders auf Energieeffizienz in landwirtschaftlichen Betrieben spezialisiert ist. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Förderprogramm der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), das Unternehmen bei Investitionen in energieeffiziente Maßnahmen unterstützt. Gemeinsam mit den Betrieben analysiert Strate Einsparpotenziale, entwickelt individuelle Maßnahmenempfehlungen und unterstützt auch bei der Antragstellung für Fördermittel. Das ist für viele Betriebe ein entscheidender Vorteil. Denn häufig scheitern sinnvolle Maßnahmen nicht am Interesse, sondern an fehlender Zeit oder Unsicherheit bei Förderanträgen und technischen Entscheidungen.

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Energieberater Arndt Strate begleitet das Netzwerk

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Vor idyllischer Kulisse fand das erste Treffen des neuen Energieeffizienztisches statt

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Austausch fördern, Wissen teilen, gemeinsam aktiv werden

Unterstützt wird der Energieeffizienztisch auch vom Beirat Blockland, der das Ziel verfolgt, den Stadtteil als ersten in Bremen komplett klimaneutral aufzustellen. Der Netzwerkgedanke passt dabei besonders gut zur Region: Viele Betriebe und auch die Dorfgemeinschaft kennen sich seit Jahren, arbeiten eng zusammen und teilen ähnliche Herausforderungen.

Genau darin liegt die Stärke des Projekts. Statt isoliert nach Lösungen zu suchen, entsteht ein gemeinsamer Prozess, bei dem Wissen geteilt und Erfahrungen weitergegeben werden. Kleine Maßnahmen können dabei ebenso wichtig sein wie größere Investitionen – entscheidend ist, dass Betriebe Schritt für Schritt ihren eigenen Weg finden.

Der Energieeffizienztisch Blockland zeigt, wie Klimaschutz vor Ort funktionieren kann: praxisnah, gemeinschaftlich und mit konkretem Nutzen für die Betriebe. Oder, wie es ein Teilnehmer formuliert: „Niemand muss den Kurs allein halten.“