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Perspektivwechsel im Kulturbereich: Workshop zur positiven Klimakommunikation

Einige Personen sitzen an Gruppentischen und diskutieren miteinander

Bremen, 26.02.2026 – Wie können Kultureinrichtungen ihre Klimaschutzaktivitäten so kommunizieren, dass sie Mitarbeitende mitnehmen, Erfolge sichtbar machen und Zuversicht stärken? Dieser Frage widmete sich der Workshop „Positive Klimakommunikation“ in der Kunsthalle Bremen.

Die Veranstaltung wurde von energiekonsens als Angebot für Bremer Institutionen im Kulturbereich getragen und als Teil der Denkwerkstatt in Kooperation mit dem Senator für Kultur umgesetzt.

Psychologie der Klimakommunikation: Motivation statt Resignation

Nach einem Impuls von Referent Michael Krieger zur Psychologie der Klimakommunikation arbeiteten die Teilnehmenden in Kleingruppen an praxisnahen Ansätzen für ihre Institutionen.

Im Mittelpunkt stand die bewusste Abkehr von klassischen Schreckensszenarien. Statt Ohnmacht oder Weltuntergangsstimmung zu verstärken, zielt positive Klimakommunikation darauf ab, Zukunftsbilder zu entwickeln, die Orientierung und Handlungsfähigkeit fördern.

„Wir wurden stark von katastrophalen Bildern geprägt – vom Eisbären bis zu Überschwemmungen. Positive Klimakommunikation richtet den Blick auf eine Zukunft, die wir gemeinsam gestalten wollen“, so Krieger.

Zentrale Elemente positiver Klimakommunikation

Im Workshop wurden folgende Aspekte herausgearbeitet:

  • Neue Narrative etablieren: Geschichten des Wandels erzählen, die Chancen und Gestaltungsspielräume betonen.

  • Zukunftsbilder konkretisieren: Abstrakte Ziele durch greifbare Visionen ersetzen, die an die Lebensrealitäten der Menschen anknüpfen. 

  • Erfolge sichtbar machen: Konkrete Fortschritte und Maßnahmen nachvollziehbar kommunizieren.

  • Emotionen ansprechen: Kommunikation als emotionalen Zugang begreifen, nicht nur als reine Informationsvermittlung.

  • Dialog fördern: Kommunikation als Austausch gestalten, der Beteiligung fördert. 

Deutlich wurde: Erfolgreicher Klimaschutz in Institutionen ist nicht allein eine technische oder organisatorische Aufgabe. Er braucht eine Kommunikation, die Orientierung gibt, Vertrauen schafft und Veränderung als gestaltbar vermittelt.

Impulse für die Praxis 

Am Ende des Workshops nahmen die rund 30 Teilnehmenden praxisnahe Ansätze mit, um Klimaschutz in ihren Einrichtungen kommunikativ zu begleiten und Veränderungsprozesse aktiv zu unterstützen. 

Interessierte Institutionen, die Klimaschutz im eigenen Haus vorantreiben  oder einen Workshop bei sich durchführen möchten, finden weiterführende Informationen unter: energiekonsens.de/bildung-institutionen oder können sich direkt per E-Mail melden an: institutionen@energiekonsens.de