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Klimaschutz als Fürsorge: Wie das DRK Bremen die eigenen Mitarbeitenden stärkt

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Die Verwaltungszentrale des DRK Bremen am Löwenhof in der Überseestadt.

Wenn die Sommer heißer werden, die Wettereignisse extremer und die Energiekosten höher, dann trifft das einige Menschen stärker als andere: Kinder, Ältere, Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen, Menschen in prekären Wohnsituationen oder anderen schwierigen Lebenssituationen. Damit ist Klimaschutz nicht nur eine ökologische, sondern vor allem auch eine soziale Frage. Der Bremer Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hat in seiner Arbeit täglich mit diesen Menschen zu tun – und stärkt deshalb nun mit Unterstützung der Klimaschutzagentur energiekonsens gezielt seine Mitarbeitenden für die Herausforderungen von Klimaschutz.

Beim Auftaktworkshop Anfang Oktober kamen Mitarbeitende aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen zusammen. Gemeinsam wurde der Frage nachgegangen, wie Klimaschutz und soziale Verantwortung im Arbeitsalltag noch stärker miteinander verbunden werden können. Anknüpfungspunkte gibt es viele: Kitas, Beratungsstellen, Gemeinschaftsunterkünfte, Pflege- und weitere Einrichtungen. Oft schon mit kleinen Veränderungen können Mitarbeitende hier dazu beitragen, Ressourcen zu schonen, Energiekosten zu senken und gleichzeitig die Lebensqualität der Menschen zu verbessern, die sie begleiten und unterstützen.

„Klimaschutz ist gelebte Fürsorge. Wer Ressourcen schont, Energiekosten senkt und vorausschauend handelt, stärkt nicht nur den Umwelt- und Klimaschutz, sondern auch die sozialen Angebote unserer Organisation. Deshalb wollen wir das Thema fest in unserem Arbeitsalltag verankern“, betonte Bernd Blüm, Vorstandsvorsitzender des DRK-Kreisverbands Bremen.

Klimaschutz ist gelebte Fürsorge.

Bernd Blüm, Vorstandsvorsitzender DRK-Kreisverband Bremen

Klimaschutzpotentiale im Arbeitsalltag erkennen

Mithilfe eines Klima-Checks nahmen die Teilnehmenden zunächst ihre eigenen Arbeitsbereiche genauer unter die Lupe. Wo entstehen Emissionen? Welche nachhaltigen Lösungen werden bereits umgesetzt? Und vor allem: Welche Veränderungen können von den Mitarbeitenden selbst angestoßen werden? In kleinen Arbeitsgruppen wurden Chancen, Herausforderungen und erste Ideen formuliert und diskutiert.

„Die Fortbildung hat gezeigt, dass Klimaschutz nicht nur bei großen Entscheidungen beginnt. Gerade im Arbeitsalltag gibt es viele Ansatzpunkte, an denen wir selbst aktiv werden können. Jede und jeder kann einen Beitrag leisten und wir können unser Wissen untereinander teilen und weitergeben“, sagte Anke Gieschen, Mitarbeiterin im Bereich Wohnungsmanagement des DRK-Kreisverbands Bremen.

Gerade im Arbeitsalltag gibt es viele Ansatzpunkte, an denen wir selbst aktiv werden können.

Anke Gieschen, Mitarbeiterin im Bereich Wohnungsmanagement

Dabei ging es nicht nur um ökologische Fragen. Die Teilnehmenden beschäftigten sich auch damit, wie Klimaschutzmaßnahmen sozial gerecht gestaltet werden können und wie diejenigen erreicht werden, die von den Auswirkungen des Klimawandels besonders betroffen sind. Denn Klimaschutz wirkt direkt spürbar in den Alltag der Menschen hinein: Wer Energie spart, Kosten reduziert oder sich besser auf Hitzebelastungen vorbereitet, stärkt zugleich die Widerstandsfähigkeit von Menschen in schwierigen Lebenslagen.

Wissen weitergeben, Veränderungen anstoßen

Die Fortbildung, bestehend aus Workshops, Praxisphase und Coachings, bereitet die Teilnehmenden darauf vor, in ihren Einrichtungen als Botschafter*innen für Klimaschutz innerhalb des DRK zu wirken. Sie geben ihr Wissen an Kolleg*innen weiter, bringen neue Ideen ein und unterstützen dabei, nachhaltiges Handeln Schritt für Schritt im Arbeitsalltag zu verankern.

„Das DRK geht mit diesem Ansatz gemeinsam mit uns neue Wege. Klimaschutz wird nicht als zusätzliche Aufgabe verstanden, sondern als Teil einer sozialen Arbeit, die Verantwortung für die Menschen von heute und morgen übernimmt“, begrüßte energiekonsens-Geschäftsführer Martin Grocholl das Engagement des DRK.

Klimaschutz wird als Teil einer sozialen Arbeit verstanden, die Verantwortung für die Menschen von heute und morgen übernimmt.

Martin Grocholl, Geschäftsführer energiekonsens