Dienstag / 14:00 – 17:15 Uhr
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"Weiterbauen“ ist das Stichwort der Stunde. Ausgediente Bausubstanz in die Zukunft zu führen, stellt Architekt*innen und Ingenieur*innen vor enorme Herausforderungen, oft scheinen die heutigen Standards Abbruch und Neubau nahezulegen. Gleichzeitig erlebt der Immobilienmarkt einen tiefgreifenden Umbruch – was also tun mit den zahllosen Altimmobilien?

Aufstockungen bieten ein enormes Potenzial, wenn es um einen verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Ressourcen geht. Die Minimierung unseres Flächenverbrauchs und die Bewahrung Grauer Energie sind Ergebnisse, die die vielen Mühen um die unerwarteten Lösungen wert sind.

Diese verdichteten Strukturen bieten oft ideale Lösungen, um neuen Lebens- oder Arbeitsraum zu schaffen. Holzbauweisen eigenen sich aufgrund des relativ geringen Gewichts oft. Doch hierbei gibt es einiges zu beachten. Ebenso wie bei den Regelungen der Bauordnung und den nachbarrechtlichen Vorgaben.

In unserer Veranstaltung wird Dipl. Ing. Annette Clauß auf die rechtlichen Anforderungen, Fallstricke und Besonderheiten bei der Nachverdichtung im Bestand eingehen und aufzeigen, welche Anforderungen hinsichtlich Statik, Brand-, Schall- sowie Wärmeschutz bestehen. Außerdem werden anhand von Beispielen, die sich auch auf den bremischen Gebäudebestand übertragen lassen, Umsetzungsstrategien vermittelt.

Aufstocken, erweitern & alles Low-Tech. Christian Taufenbach stellt den Umbau der Bundesgeschäftsstelle des Deutschen Alpenvereins (DAV) vom Siebzigerjahre-Bürohaus zum Low-Tech-Gebäude vor. Im Zuge des Umbaus mit einer umfassenden energetischen Sanierung wurde das Gebäude um zwei Geschosse in Holzbauweise aufgestockt. 2023 ist das Projekt zu einem der drei Finalisten des Deutschen Nachhaltigkeitspreises ausgewählt worden. Herr Taufenbach wird uns erläutern, welche Konzepte für das Projekt entwickelt und welche Erfahrungen von der Vorplanung bis zur bezugsfertigen Realisierung gemacht wurden.

Referent*innen:

Dipl. Ing. Annette Clauß, Bauingenieurin, AC Büro für Bauwesen, Arnsberg

Christian Taufenbach, Architekt, Element A

Die Fortbildung wird für die Verlängerung der Eintragung in der Energieeffizienz-Expertenliste mit 4 Unterrichtseinheiten (Wohngebäude), 4 Unterrichtseinheiten (Nichtwohngebäude) und 4 Unterrichtseinheiten (Energieaudit DIN 16247/Contracting (BAFA)) angerechnet.

Die Veranstaltung wird gemäß Fortbildungssatzung der Architektenkammer der Freien Hansestadt Bremen mit 3 Fortbildungspunkten anerkannt.

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