Dienstag / 14:00 – 17:00 Uhr
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Mit dem Klimawandel nehmen Extremwetterereignisse zu. Die Fenster als Teil der Gebäudehülle sind steigenden Temperaturen, Starkregen, vermehrtem Oberflächenwasseranfall, Überschwemmungen sowie Hagel- und Sturmereignissen ausgesetzt. Sogar Orkane und Tornados werden häufiger und intensiver werden.

Peter Schober, Leiter der Bautechnik der Holzforschung Austria stellt dar, wie dies die Anforderungsprofile an Fenster ändert und wie diese erhöhten Anforderungen erfüllt werden können. Für das Bauteil Fenster (und den notwendigen Sonnenschutz) bedeutet das unter anderem höhere Windlasten, neben der Schlagregendichtheit auch Stauwasserdichtheit, resistenter gegen mechanische Schäden oder besserer Sonnenschutz zur Reduktion der sommerlichen Überwärmung der Innenräume. Im Rahmen des Vortrages soll einerseits das Bewusstsein für diese geänderten Anforderungen (auch durch eindringliche Videos) gestärkt und andererseits Lösungsansätze aus dem Labor und der Praxis aufgezeigt werden. Es gilt den hochleistungsbauteil Fenster entsprechend anzupassen und die geänderten Anforderungsprofile in der Baubrache zu verankern.

Wolfgang Jehl, ift Rosenheim referiert aufbauend auf die Ertüchtigung der Fensterkonstruktion zum Thema adäquater Fenstereinbau und Baukörperanschluss. Denn „Fenster sind nur so gut, wie deren Einbau!“ Während in der Vergangenheit einfache handwerkliche Regeln zur Fensterbefestigung ausreichend waren, stößt man in Verbindung mit der veränderten Architektur, den modernen, hochwärmedämmenden Fensterkonstruktionen und Wandbaustoffen und den veränderten Umgebungseinflüssen zunehmend an deren Grenzen. Eine konkrete Dimensionierung der Befestigung unter Berücksichtigung der einwirkenden, erhöhten oder auch außergewöhnlichen Belastungen wird zunehmend unerlässlich, um eine definierte Lastabtragung und Befestigung der Fenster im Baukörper über einen angemessenen Nutzungszeitraum sicherzustellen. Ein interessanter Lösungsansatz ist hierbei der Fenstereinbau mittels Vorab-Montagezargen.

Ebenso wichtig ist die dauerhafte Abdichtung der Baukörperanschlussfugen zum Baukörper. Auch hier sind ausreichend sichere und zwischen den Gewerken abgestimmte Lösungen (z.B. Schnittstelle zur Bauwerksabdichtung bei bodentiefen Fensterkonstruktionen) unter Berücksichtigung der zunehmenden Unwetterereignisse gefragt, um Feuchteschäden zu vermeiden. Fachkompetenz und Qualität der Ausführung sollte gegenüber dem Preis im Vordergrund stehen, getreu dem Motto: „Billig ist teurer als richtig!“

Referenten:
Peter Schober, Leiter der Bautechnik der Holzforschung Austria
Wolfgang Jehl, ift Rosenheim – Institut für Fenstertechnik

Die Fortbildung wird für die Verlängerung der Eintragung in der Energieeffizienz-Expertenliste mit 4 Unterrichtseinheiten (Wohngebäude), 4 Unterrichtseinheiten (Nichtwohngebäude) und 4 Unterrichtseinheiten (Energieaudit DIN 16247 (BAFA)) angerechnet.
Die Veranstaltung wird gemäß Fortbildungssatzung der Architektenkammer der Freien Hansestadt Bremen mit 4 Fortbildungspunkten anerkannt.

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