Dachbegrünung auf dem Dach des bauraum Bremen
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Das neue bundesweite Förderprogramm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ bietet Fördermöglichkeiten von Maßnahmen zur Klimaanpassung sowie zur Umrüstung auf Elektromobilität. Gut 80 Vertreter*innen aus Bremer und Bremerhavener Kindertagesstätten, Schulträgern, Behindertenwerkstätten, Sportvereinen, sozialen Verbänden und kommunalen Einrichtungen informierten sich am vergangene Woche bei unserer Online-Veranstaltung über die Fördermöglichkeiten.

Ob Dach- und Fassadenbegrünungen, Speicherkapazitäten für Regenwasser bis hin zum Austausch von Fenstern mit Sonnen- und Wärmeschutzverglasung – bis 2023 fördert das Bundesumweltministerium im Zuge des Förderprogramms „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ individuelle Beratungen, umfassende Anpassungskonzepte und konkrete Maßnahmen im Gesundheits- und Sozialwesen, um sich an die klimatischen Belastungen durch den Klimawandel anpassen zu können. Zusätzlich stehen sozialen Einrichtungen, die ihre Fahrzeugflotte auf Elektro-Fahrzeuge umrüsten möchten, bis 2022 weitere Fördermittel im Rahmen des Programms „Sozial & Mobil“ zur Verfügung. Welche Möglichkeiten soziale Verbände und Institutionen konkret haben, worauf sie bei Anträgen achten müssen und an welche Ansprechpartner*innen sie sich im Land Bremen wenden können, darüber informierten wir vergangenen Mittwoch in einer Online-Veranstaltung im Rahmen der klima:akademie.

Klimaschutz und Klimaanpassung gehen Hand in Hand

Zum Auftakt der Veranstaltung wandte sich Stefan Wittig, Klimaanpassungsmanager der Stadt Bremen bei der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau, an die Teilnehmenden: „Der Klimawandel findet bereits heute statt und Anpassung an die Folgen von Hitze- und Starkregenereignissen ist schon jetzt erforderlich. Wer in Maßnahmen zur Klimaanpassung investiert, verringert nicht nur die potenziellen Schäden des Klimawandels, sondern kann auch die Aufenthalts- und Lebensqualität in Gebäuden und im Gebäudeumfeld erhöhen. Darüber hinaus kann aktiv zum weiteren Schutz des Klimas beigetragen werden – beispielsweise durch Dach- und Fassadenbegrünungen“, so Wittig. „Das Förderprogramm ist ein wichtiges Mittel um solche Maßnahmen zu befördern und umsetzen zu können, da viele Institutionen noch nicht über Klimawandelbetroffenheiten und Klimaanpassungskonzepte informiert sind oder die finanziellen Mittel für derartige Investitionen fehlen.“

Wie genau die Antragstellung abläuft und welche Inhalte die Förderprogramme umfassen, darüber informierten Jürgen Ritterhoff, Geschäftsführer der Projektmanagement- und PR-Agentur ecolo sowie Knud Vormschlag, Geschäftsführer des Energieberatungsbüros beks EnergieEffizienz. „Die Veranstaltung war äußerst hilfreich“, betont Johannes Wessel, zuständig für Bau und Liegenschaften bei KITA Bremen und Veranstaltungsteilnehmer. „Viele unserer Kindertagesstätten weisen mangelnde Verschattung auf – unter anderem auch dort, wo Container als Übergangslösungen genutzt werden. Das Förderprogramm bietet uns hierbei eine gute Möglichkeit, Maßnahmen wie Jalousien, Sonnensegel aber auch die Anpflanzung von bis zu 1.000 Bäumen über Bundesmittel zu finanzieren.“

Klimafonds fördert energetische Beratungen für soziale Einrichtungen in Bremen

Abseits der Bundesförderung haben wir in der Veranstaltung zudem auf das Beratungsangebot des Bremer Klimafonds hingewiesen. Unternehmen, die ihre CO₂-Emissionen kompensieren wollen, haben in Bremen und Bremerhaven die Möglichkeit in den Klimafonds der Initiative Umwelt Unternehmen einzuzahlen und so lokale Einrichtung bei Klimaschutzvorhaben zu unterstützen. Denn von dem Geld werden energetische Beratungen bei Institutionen im Land Bremen finanziert – beispielsweise Kitas in freier Trägerschaft, Sportvereine oder gemeinnützige kulturelle und soziale Einrichtungen.