Taschenrechner, Geldscheine und Münzen auf einem Graphen, der die Entwicklung des CO2-Preises anzeigt
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Fossile Brennstoffe werden teurer: Am 1. Januar ist der nationale Emissionshandel zur CO₂-Bepreisung von Brennstoffen gestartet und lässt die Preise für Benzin, Diesel, Gas und Heizöl in den kommenden Jahren immer weiter steigen. Unternehmen sollten frühzeitig ihre Verbräuche analysieren, um kostengünstige und klimafreundliche Wege zur Energie- und Wärmegewinnung zu finden. Der Bremer Postdienstleister Citipost hat nun diesen ersten Schritt mit der Erstellung einer CO₂-Bilanz gemacht. Wir fördern dieses Angebot für Bremer und Bremerhavener Unternehmen mit 60 Prozent der Kosten, maximal 3.600 Euro.

Für Unternehmen wird es immer wichtiger, ihre CO₂-Emissionen zu kennen und so beeinflussen zu können. Denn zum einen ist bei Kunden und Verbrauchern das Bewusstsein für den Klimaschutz gestiegen, und zum anderen sorgen verschärfte politische Rahmenbedingungen dafür, dass der Ausstoß von Treibhausgasen sich immer stärker auf die Bilanz niederschlägt. So soll das nun eingeführte nationale Emissionshandelssystem (nEHS) Anreize schaffen, um CO₂ einzusparen, indem der Ausstoß des Treibhausgases einen Preis bekommt. Zwar zahlen diesen zunächst die Inverkehrbringer der Energieträger, beispielsweise Gas- und Öllieferanten, über den Kauf von Zertifikaten. Doch diese Kosten geben sie an die Kund*innen weiter.

Kosten für klimaschädliche Energie steigen weiter

Der Preis für den Ausstoß einer Tonne CO₂ ist für 2021 auf 25 Euro festgelegt und soll bis 2025 auf 55 Euro steigen, bevor ab 2026 die Zertifikate versteigert werden. Je teurer der CO₂-Ausstoß wird, desto mehr lohnt es sich auch finanziell, in Klimaschutzmaßnahmen zu investieren. Unternehmen sollten ihre Emissionen also rasch in den Griff bekommen.

Einsparpotenziale identifizieren

Um CO₂ einzusparen, müssen Betriebe überhaupt erst wissen, wo die größten Einsparpotenziale und die fortan stetig wachsenden Kostentreiber lauern. Die Citipost hat dafür beispielsweise eine CO₂-Bilanz durchführen lassen, bei der Expert*innen die Energieverbräuche in Betrieben unter die Lupe nehmen und zeigen, wie sich die Effizienz steigern und Emissionen reduzieren lassen.

„Bis vor zwei Jahren waren wir noch CO₂-Laien“, berichtet Helge Schweers, Geschäftsführer des privaten Postdienstleisters Citipost. „Aber durch die CO₂-Bilanz konnten wir die wesentlichen Treiber unserer Emissionen identifizieren“, so Matthias Hansen, ebenfalls Geschäftsführer der Citipost. „Jetzt können wir Maßnahmen umsetzen, um sie zu senken.“

Citipost will Fuhrpark klimafreundlich gestalten

So wird der Betrieb der Zustellungsfahrzeuge durch steigende Diesel- und Benzinkosten immer teurer: Umgerechnet rund sieben Cent pro Liter Benzin und acht Cent pro Liter Diesel seit diesem Jahr. Außerdem entfällt auf die Wagen der größte Anteil des CO₂-Ausstoßes des Unternehmens von insgesamt mehr als 400 Tonnen im Jahr. „Wir wollen nach und nach unseren Fuhrpark mit Elektro- und Hybridfahrzeugen ersetzen“, kündigt Hansen an. „Das bietet sich grade für kurze Touren im Kernbereich der Stadt an. Ein kompaktes Elektrofahrzeug haben wir für die Zustellung schon im Einsatz, ein weiteres kommt Anfang 2021 dazu.“ Das sollte sich doppelt lohnen, denn die Bundesregierung plant, die Einnahmen aus der CO₂-Bepreisung für eine Entlastung bei der EEG-Umlage und damit der Strompreise einzusetzen.

Doch auch bei der Wärmeversorgung will die Citipost durch eine effiziente Heizungsanlage ansetzen sowie den Stromverbrauch durch Umrüstung auf LED-Beleuchtung senken. „Bei einigen Maßnahmen sind wir noch in der Findungsphase, aber wir streben an, unseren Kunden ein CO₂-neutrales Produkt anzubieten“, so Schweers. Emissionen, die sich nicht vermeiden oder reduzieren lassen, will die Citipost kurzfristig durch Zertifikate ausgleichen. „Wir sehen uns als Unternehmen klar in der Verantwortung, beim Klimaschutz einen Beitrag zu leisten.“

Fördermöglichkeiten und Beratung im Land Bremen

Neben der CO₂-Bilanz gibt es etliche weitere Förderungen, die Unternehmen dabei unterstützen, sich klimafreundlicher und zukunftssicher aufzustellen – von Zuschüssen für technische Anlagen bis zu günstigen Krediten. Eine regelmäßig aktualisierte Liste für Fördermöglichkeiten im Land Bremen finden Unternehmen auf unserer Webseite. Bei Fragen rund um CO₂-Bilanzen und Fördermöglichkeiten für Bremer und Bremerhavener Unternehmen erreichen Sie uns kostenlos unter 0421/37 66 71-0 oder per Mail unter unternehmen@energiekonsens.de.